Nostradamus

Der welt­be­rühmte Seher aus Salon de Pro­vence beschäf­tigt bis heute For­scher und Auto­ren bei der Suche nach einem Schlüs­sel, der end­lich das Rät­sel um seine geheim­nis­vol­len Pro­phe­zei­un­gen lüf­ten soll.

Was wurde da schon aus den knapp 1000 Vier­zei­lern, soge­nannte Qua­trains, in den Pro­phe­ties alles her­aus­ge­le­sen. Der Welt­un­ter­gang, der 3. Welt­krieg, Natur­ka­ta­stro­phen, sogar die Ankunft Außer­ir­di­scher. Und natür­lich im Nach­hin­ein Ereig­nisse wie der 11. Sep­tem­ber, Tscher­no­byl, der Fall der Mauer, ja sogar die Wahl von Angela Mer­kel zur Bun­des­kanz­le­rin. Doch gerade bei Inter­pre­ta­tio­nen, die die nahe Zukunft betref­fen, hat sich gezeigt, daß die ver­meint­li­chen Schlüs­sel nicht ins Schloß pas­sen. Selbst Adolf Hit­ler beschäf­tigte sich mit den Pro­phe­ties von Nostradamus und wollte darin den End­sieg der Nazis erken­nen. Joseph Goeb­bels selbst hielt nicht son­der­lich viel davon, ver­wen­dete die Inter­pre­ta­tio­nen aber für eigene Propaganda-Zwecke.

Nostradamus wurde also schon immer ver­dreht und zurecht­ge­bo­gen. Wohl auch, weil sich mit dem Thema Pro­phe­zei­un­gen an sich natür­lich auch viel Geld ver­die­nen lässt. Auf der ande­ren Seite fehlt es man­chen For­schern und Auto­ren schlicht an einer gewis­sen Sys­te­ma­tik. Es gibt zahl­rei­che, meist überein­stim­mende, Annah­men, wie denn diese Vier­zei­ler zu ent­schlüs­seln wären, die stete Frage gilt jedoch dem Womit. Und hier liegt das Pro­blem: jeder mir bekannte Schlüs­sel ver­wen­det nur einen Teil die­ser Annah­men, wich­tige Details wer­den oft nicht berück­sich­tigt — teils unab­sicht­lich, teils bewußt, frei nach dem Motto “was nicht passt, wird eben pas­send gemacht”.

Und genau hier setzt die Nostradamus-Bibliothek an:
Die Verse wer­den bis aufs letzte Detail unter­sucht. Optisch, inhalt­lich und seman­tisch. Wich­tige Details, die teil­weise unbe­ab­sich­tigt wir­ken, wer­den aus­ein­an­der genom­men, “Nostradamus total” sozu­sa­gen (nicht zu ver­wech­seln mit einem gleich­lau­ten­den Buch­ti­tel). Sämt­li­che Schrif­ten und Aus­ga­ben des Michel de Nostre­dame sol­len her­an­ge­zo­gen wer­den, um viel­leicht einen “Roten Faden”, der sich durch seine Werke zieht zu erken­nen. Und nicht zuletzt die Beschäf­ti­gung mit der Per­son Nostradamus selbst. Je bes­ser man ihn kennt, desto eher wird man ver­ste­hen kön­nen, was er uns hin­ter­las­sen hat.
Diese Seite ver­steht sich nicht als abge­schlos­sene Abhand­lung, son­dern als kon­ti­nu­ier­li­cher Pro­zess. Das liegt zum Einen daran, daß die detail­lierte Aus­ein­an­der­set­zung mit dem umfang­rei­chen Werk unglaub­lich viel Zeit in Anspruch neh­men wird, und zum Ande­ren, daß auch heute noch hin und wie­der neue, bis­lang unbe­kannte Details oder Schrif­ten auf­tau­chen, die es zu berück­sich­ti­gen gilt. Immer­hin ist in den letz­ten 500 Jah­ren auch eini­ges ver­lo­ren gegan­gen oder wurde ver­fälscht.
Die Nostradamus-Bibliothek ver­steht sich nicht als Kon­kur­renz zu ander­den Sei­ten, son­dern als Ergän­zung, aber auch als Kontrastprogramm.

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