Totenbeschwörung

Seit Men­schen­ge­den­ken ver­su­chen sie, das Ster­ben und den Ver­bleib der toten See­len auf eine mate­ria­lis­ti­sche Art und Weise zu erfas­sen. In die­sem Rah­men sto­ßen sie jedoch bald an die geis­ti­gen und kör­per­li­chen Gren­zen. Um jedoch den Kon­takt zu den Ver­stor­be­nen zur bes­se­ren Bewäl­ti­gung der Trauer und zur Erlö­sung vom see­li­schen Druck zu nut­zen, ist im Laufe vie­ler Jahr­hun­derte die Toten­be­schwö­rung ent­wi­ckelt worden.

All­ge­meine Informationen

Die Beschwö­rung der Toten ist eine Methode, die dazu dient, ver­stor­bene Men­schen oder Tiere zu kon­tak­tie­ren und basiert auf der Über­zeu­gung, dass die See­len der ver­stor­be­nen Per­so­nen wei­ter exis­tie­ren und umher­wan­dern. Auf­grund die­ser Annahme gelang und gelingt es ins­be­son­dere sol­chen Men­schen, die eine spe­zi­elle men­tale und spi­ri­tu­elle Gabe besit­zen, Kon­takt mit Ver­stor­be­nen her­zu­stel­len.
Die Toten­be­schwö­rung selbst ist ein Vor­gang, der häu­fig als Ritual bezeich­net wird und auf unter­schied­li­chen Metho­den basiert. Die Basis aller Toten­be­schwö­run­gen ist die soge­nannte Nekro­man­tie, die in der Eso­te­rik gleich­sam als Totenora­kel bekannt ist.

Toten­be­schwö­rung durch Gläserrücken

Das Glä­ser­rü­cken ist eine Vari­ante, die inner­halb der spi­ri­tis­ti­schen Ver­fah­ren seit lan­gem bekannt ist und als äußerst wir­kungs­voll für eine Toten­be­schwö­rung gilt. Die Grund­lage für die Toten­be­schwö­rung mit dem Glä­ser­rü­cken, an dem meh­rere Per­so­nen teil­neh­men kön­nen, besteht aus einem her­kömm­li­chen Trink­glas und einer Unter­lage, auf der in einem Kreis die Buch­sta­ben des Alpha­bets auf­ge­zeich­net sind.
Im Zusam­men­hang mit dem Glä­ser­rü­cken kann diese ein­fa­che Anord­nung des Ritu­als eben­falls in abge­wan­del­ter Form durch­ge­führt wer­den. In der Regel ist es so, dass die Inter­es­sen­ten um einen run­den Tisch herum Platz genom­men haben. Im Zen­trum des Tisches steht das Glas inner­halb der Buch­sta­ben. Nach­dem jeder Teil­neh­mer mit einem Fin­ger das Glas berührt, erfolgt das Befra­gen der Ver­stor­be­nen. Aus den ein­zel­nen Buch­sta­ben, zu denen das Glas hin glei­tet, ent­ste­hen die von den Ver­stor­be­nen gege­be­nen Antworten.

Toten­be­schwö­rung mit der Planchette

Mit einer soge­nann­ten Plan­chette ist es mög­lich, Ant­wor­ten oder Bot­schaf­ten von ver­stor­be­nen Per­so­nen zu emp­fan­gen. Dar­über hin­aus stellt eine Plan­chette ein spi­ri­tu­el­les Mit­tel dar, um mit­tels einem schrei­ben­den Ver­fah­ren Bot­schaf­ten aus dem Jen­seits darzustellen.

Toten­be­schwö­rung mit dem Quija-Brett

Die Ver­fah­rens­weise, um mit dem Quija-Brett Kon­takt zu ver­stor­be­nen Men­schen auf­neh­men zu kön­nen, ist der des Glä­ser­rü­ckens ähnlich. Die ver­schie­de­nen alpha­be­ti­schen und nume­ri­schen Zei­chen, die auf dem Quija-Brett auf­ge­schrie­ben sind, wer­den mit einem spe­zi­el­len Zei­ge­ele­ment anvi­siert, wel­ches durch das Auf­le­gen der Fin­ger bewegt. Zur Fin­ger­be­we­gung füh­ren die Ant­wor­ten der im Jen­seits befind­li­chen Per­so­nen. Die Kon­takt­per­son legt die Fin­ger ohne Anspan­nung auf den Zei­ger und lässt sich ein­fach füh­ren.
Auf eini­gen spe­zi­el­len Quija-Brettern ste­hen eben­falls kom­plette Syn­onyme wie “Ja” und “Nein” oder andere Ausdrücke.

Toten­be­schwö­rung wäh­rend einer Séance

Die wohl ein­drucks­vollste Toten­be­schwö­rung ist das Durch­füh­ren einer Séance, bei der ein spi­ri­tu­ell geeig­ne­tes Medium die Kon­takt­per­son zu den ver­stor­be­nen See­len im Jen­seits dar­stellt. An Séan­cen kön­nen unter­schied­lich viele Per­so­nen teil­neh­men, wobei aus­schließ­lich das begabte Medium in die tote und über­na­tür­li­che Welt ein­drin­gen kann um Nach­rich­ten von Ver­stor­be­nen wahr­zu­neh­men. Wäh­rend einer Séance kön­nen die Medien sich mit den Toten unter­hal­ten und gegen­wär­tige Fra­gen der Hin­ter­blie­be­nen wei­ter­ge­ben.
Die Geschichte der Séance als Ritual der Toten­be­schwö­rung geht bis in die Jahre zwi­schen 1850 und 1890 zurück.
Ein Medium kann wäh­rend einer Toten­be­schwö­rung bei einer Séance sowohl die Kom­mu­ni­ka­tion mit Ver­stor­be­nen, Dämo­nen oder Geis­tern in münd­li­cher als auch in schrift­li­cher Form füh­ren. Um die Kon­takt­auf­nahme zu ver­stär­ken und zu ver­bes­sern, ist es sinn­voll, die Séan­cen in ver­dun­kel­ten Räu­men und aus­schließ­lich mit Ker­zen­licht oder ande­ren sehr spär­li­chen Beleuch­tun­gen durch­zu­füh­ren. Dies unter­stützt die Trance, in die das Medium häu­fig ver­fällt um sich men­tal in das Jen­seits zu bege­ben. Dar­über hin­aus unter­stützt die teil­weise oder kom­plette Dun­kel­heit das Sehen von mensch­li­chen Schemen.

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 1.0/10 (1 vote cast)
Toten­be­schwö­rung, 1.0 out of 10 based on 1 rating

Besu­cher, die diese Seite fan­den, such­ten auch nach:

  • wie kann man tote beschwören
  • toten­be­schwoerung
  • wie kann ich einen toten beschwören
  • glas methode toten
  • glas methode toten